Herzlich Willkommen.

Wir leben in bewegten und erschütterten Zeiten. Voller Veränderung und Unsicherheit, voller Chancen und Verluste, die jeden von uns anders betreffen. Welche Werte müssen bleiben, und welche geraten ins Wanken angesichts von Wandel und Veränderung?
Wie denken wir die Zukunft auf Basis so vieler Unsicherheiten und welche Experten sind dabei maßgeblich?
Die Coronakrise und das Erleben einer globalen Pandemie stellt uns vor ungeahnte Aufgaben und braucht neue Fähigkeiten und Denkmuster. Die Wissenschaft findet andere Lösungen als die Politik, die Seelsorge oder die Verantwortlichen für Bildung und Familie. Und doch brauchen wir ein solidarisches Miteinander, das in all der Unterschiedlichkeit einen Weg findet, den wir nicht nur diskutieren, sondern auch gehen können. Praktische Philosophie und Ethik, philosophische Praxis und Methoden moderner Lebenskunst sind dabei eine große Hilfe. Das philosophische Denken zeigt uns keine letzte Erkenntnis oder ultimative Lösung, aber es klärt die Bedingungen und Kriterien, die wir dafür brauchen.
Die Philosophie stellt Fragen, differenziert Begriffe und überprüft die eigenen Standpunkte. Warum denken wir, was wir denken und zu welchen Entscheidungen und Handlungen führt uns das? Diesen Fragen braucht Raum, den Dialog mit sich selbst und anderen und manchmal eine Auszeit von gewohnten Überzeugungen.

Solche analogen wie digitalen Räume zu schaffen, ist die Grundidee der denkraeume, die 2005 aus dem Anliegen entstanden sind, die Philosophie als Lebenspraxis zu vermitteln und akademische Wissenschaft mit lebendigen Fragen der Gegenwart zusammen zu denken – in Seminaren, Vorträgen und Gesprächen ebenso wie in Artikeln, Essays und Büchern. Ein wichtiger Leitgedanke stammt von der politischen Denkerin Hannah Arendt: „Das Leben ist kein Produkt, sondern eine Praxis“ – und dabei ist die Philosophie eine wertvolle Expertin, um theoretisch zu klären, was praktisch zu tun ist – gerade jetzt.

Porträt

Kurzvita Ina Schmidt:

Geb.1973, Studium der Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg bis 1998. Ab 1999 wissenschaftliche Mitarbeit und Forschung zur Frage des Einflusses der Lebensphilosophie auf das frühe Denken Martin Heideggers. Abschluss der Promotion 2004, Gründung der denkraeume 2005. Mitglied im Ideenrat des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt in Frankfurt, sowie der Internationalen Gesellschaft für philosophische Praxis (IGPP) und des Expertennetzwerks der Liechtenstein Academy, sowie Referentin des Netzwerks Ethik heute in Hamburg und Lehrbeauftragte der Priofessional School an der Leuphana Universität. Autorin philosophischer Sachbücher u.a. bei der Edition Körber und zweier Kinderbücher zu den “kleinen und großen Fragen an die Welt” im Carlsen Verlag. Engagement in verschiedenen Bildungsprojekten und seit 2018 Referentin im Team des Projekts der “Gedankenflieger. Philosophieren mit Kindern.” am Literaturhaus Hamburg.

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