Herzlich Willkommen.

Die Philosophie stellt Fragen, differenziert Begriffe und überprüft die eigenen Standpunkte. Warum denken wir, was wir denken und zu welchen Entscheidungen und Handlungen führt uns das? Diese Fragen brauchen Raum, den Dialog mit sich selbst und anderen und manchmal eine Auszeit von gewohnten Überzeugungen.

Solche analogen wie digitalen Räume zu schaffen, ist die Grundidee der denkraeume, die 2005 aus dem Anliegen entstanden sind, die Philosophie als Lebenspraxis zu vermitteln und akademische Wissenschaft mit lebendigen Fragen der Gegenwart zusammen zu denken – in Seminaren, Vorträgen und Gesprächen ebenso wie in Artikeln, Essays und Büchern. Ein wichtiger Leitgedanke stammt von der politischen Denkerin Hannah Arendt: „Das Leben ist kein Produkt, sondern eine Praxis“ – und dabei ist die Philosophie eine wertvolle Expertin, um theoretisch zu klären, was praktisch zu tun ist – gerade jetzt.

Ins Offene denken lernen.

Wie finden wir Antworten auf die Fragen, die sich jeden Tag neu zu stellen scheinen? Was gibt Halt und wie finden wir die Kraft in all der Verunsicherung trotzdem zuversichtlich und tatkräftig in die Zukunft zu sehen?

Der kenianische Philosoph Bayo Akomolafe hat die schönen Worte gesagt: “Times are urgent. So let us slow down.” Denn vielleicht ändert sich die Welt auch und gerade in Momenten, in denen wir nicht eingreifen, nicht verändern wollen und doch wach und aufmerksam auf die Suche nach Antworten gehen. Im Angesicht globaler Krisen scheint dies das Gegenteil notwendiger Veränderungen und Neuausrichtungen, aber möglicherweise liegt gerade in der bewusst gewollten Verlangsamung eine der notwendigsten Transformationsschritte. Nur in der Besinnung und Vertiefung schaffen wir Raum für Regeneration, für Wachstum und Heilung. In meinem jüngsten Essay für das Onlinemagazin changeX geht es um die Kraft des Responsiven, der Begabung, analoge wie digitale Antworten zu suchen und darin den Anfang menschlicher Verantwortung zu erkennen – auch wenn wir darin nicht immer endgültige Lösungen garantieren können.

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Dr. Ina Schmidt

Geb.1973, Studium der Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg bis 1998. Ab 1999 wissenschaftliche Mitarbeit und Forschung zur Frage des Einflusses der Lebensphilosophie auf das frühe Denken Martin Heideggers. Abschluss der Promotion 2004, Gründung der denkraeume 2005. Mitglied im Ideenrat des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt in Frankfurt, sowie der Internationalen Gesellschaft für philosophische Praxis (IGPP) und des Expertennetzwerks der Liechtenstein Academy, sowie Referentin des Netzwerks Ethik heute in Hamburg und Lehrbeauftragte der Priofessional School an der Leuphana Universität. Autorin philosophischer Sachbücher u.a. bei der Edition Körber und zweier Kinderbücher zu den “kleinen und großen Fragen an die Welt” im Carlsen Verlag. Engagement in verschiedenen Bildungsprojekten und seit 2018 Referentin im Team des Projekts der “Gedankenflieger. Philosophieren mit Kindern.” am Literaturhaus Hamburg.

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