Unternehmensethik

Die Frage nach einer möglichen Verbindung von Wirtschaft und Ethik wird auf den unterschiedlichsten Ebenen thematisiert. Ob es um Personalführung, Nachhaltigkeit oder Gesundheitsmanagement geht – gerade in einer Welt globalen Wettbewerbs, steht die Frage nach den eigenen Werten, der Unternehmensidentität und dem sozialen Miteinander im Rahmen unternehmerischer Entscheidungen weit oben auf der Agenda. Was aber macht Glaubwürdigkeit im Wirtschaftskontext aus und wie lassen sich monetäre Unternehmensziele mit einer gesunden und aufrichtigen Kultur in großen Organisationen verbinden? Sich diesen Fragen zu stellen, bedeutet eine Auseinandersetzung mit den Überzeugungen und „Tugenden“, die den eigenen beruflichen und unternehmerischen Entscheidungen zugrunde liegen – und öffnet den Blick für so manche philosophische Perspektive, die über die eigene Zeit weit hinaus reicht.

In diesem Themenfeld geht es nicht darum, eine “Unternehmensethik” zu entwickeln, sondern den Begriff der Ethik für unternehmerisches Handeln greifbar und verständlich zu machen: Als die ursprüngliche Idee der Ethik als einer Lehre vom “richtigen” Handeln mit Blick auf das Gute: Idealistischer Traum oder Schlüssel für nachhaltiges Wirtschaften?

Mein aktueller Fokus:

Die Überlegung, wie wir mit diesem seltsamen Wort des “Narrativs” umgehen wollen – also der Tatsache, dass wir uns in unserem Leben nur durch unsere eigenen Geschichten orientieren können, es Erzählungen sind, die uns Werte und Kultur vermitteln und die dennoch darüber hinausgehen, willkürliche Erfindungen zu sein. Und immer wieder geht es darum, sich tastend aus der eigenen Unsicherheit herauszuarbeiten, um zur nächsten zu gelangen.