Philosophie und Bildung

Bildung im philosophischen Sinne bedeutet nicht das Konsumieren von Informationen, sondern die Entwicklung einer Persönlichkeit, die sich selbst anzunehmen imstande ist – mit ihren Fähigkeiten, ihren Potentialen, aber auch ihren Grenzen. Der Gegenwartsphilosoph Peter Bieri unterscheidet zwischen dieser Form einer inneren Bildung und einer Ausbildung, die uns von außen mit einer konkreten Kompetenz ausrüstet. Nur im Zusammenspiel dieser beiden Bildungsbegriffe, kann es gelingen, neue Akzente zu setzen, um der Idee einer „Leistungsgesellschaft“ das nahezubringen, was die eigentlichen Ressourcen für wahrhafte Leistung ausmachen: das Wissen um das eigene Können und das Vermögen, sich diesen Fähigkeiten widmen zu können.

Themen zum ganzheitlichen Bildungsgedanken in der Philosophie:

  • Ethik und Erziehung. Was Eltern von ihren Kindern lernen können.
  • Die Idee einer anderen Bildung: Selbstsorge statt Höchstleistung.
  • Lebenslanges Lernen: Wir vermögen nur das, was wir auch mögen.

Mein aktueller Fokus:

Die Diskussion um das, was in der Welt im Guten wie im Bösen “bedeutsam” ist, was Menschen dazu bewegt, sich politisch zu engagieren oder auch nicht, für Europa auf Marktplätze zu ziehen oder direkt in unserer europäischen Nachbarschaft eine Autokratie zu wählen, Hass zu schüren und Fake News zu streuen, für Aktienkurse den Tod von Menschen in Kauf zu nehmen, all diese Fragen beschäftigen mich im Moment, die Frage wie dieses Nebeneinander von “Gut” und “Böse” philosophisch zu denken ist und ob Philosophie durch eine Form des “dialogischen” Miteinanders dazu beitragen kann, die Ursachen dafür besser zu verstehen, auch wenn dadurch die Konsequenzen nicht immer leichter zu ertragen sind.