Philosophie und Bildung

Bildung im philosophischen Sinne bedeutet nicht das Konsumieren von Informationen, sondern die Entwicklung einer Persönlichkeit, die sich selbst anzunehmen imstande ist – mit ihren Fähigkeiten, ihren Potentialen, aber auch ihren Grenzen. Der Gegenwartsphilosoph Peter Bieri unterscheidet zwischen dieser Form einer inneren Bildung und einer Ausbildung, die uns von außen mit einer konkreten Kompetenz ausrüstet. Nur im Zusammenspiel dieser beiden Bildungsbegriffe, kann es gelingen, neue Akzente zu setzen, um der Idee einer „Leistungsgesellschaft“ das nahezubringen, was die eigentlichen Ressourcen für wahrhafte Leistung ausmachen: das Wissen um das eigene Können und das Vermögen, sich diesen Fähigkeiten widmen zu können.

Eigene Buchprojekte

Einen Impuls für einen philosophischen Einstieg in einen Dialog mit Kindern bieten Fragen – einige davon habe ich in kleinen Geschichten in den Büchern von “Phil und Sophie” zusammengetragen: So viele Fragen an die Welt (Carlsen Verlag 2020) und Kleine und große Fragen an die Welt (2017).

Im Herbst erscheint ebenfalls im Carlsen-Verlag ein Buch für die Suche nach dem Ich, das schon ab der Vorschule zum Philosophieren einlädt und es gibt bereits neue Ideen für ein Projekt mit eher jugendlichen Gedanken.

Phil und Sophie

Die Gedankenflieger – Philosophieren mit Kindern

Das Projekt Gedankenflieger widmet sich seit 2006 dem Philosophieren mit Kindern am Hamburger Literaturhaus. Seit 2018 gehöre ich zum Referententeam und gestalte Gedankenflüge im Literaturhaus, an Schulen und auf Reisen mit dem Philomobil.

Für nähere Informationen und aktuelle Termine der Gedankenflieger Klicken Sie bitte hier

Stimmen

“Wenn Ina Schmidt zu uns kommt, dann heißt es immer: Am Anfang war die Frage.
Sie schafft es, große Gedanken und schwierige Fragestellungen, für alle
verständlich zu machen – eine Philosophin auf Augenhöhe und zum Anfassen.”

Benno von Hennig Lange, Leiter des Jungen Literaturhauses Frankfurt

Mein aktueller Fokus:

Die Veränderungen, die wir im Moment erleben, die Verunsicherungen und Sorgen, die damit einhergehen und gleichzeitig die Besinnung auf das, was wirklich wichtig und wesentlich ist, verschiebt gerade jeden anderen Fokus und zwingt, ins Offene zu denken, sich überraschen zu lassen und auszuhalten, was nicht planbar und doch anzunehmen ist. Darin ist das philosophische Denken eine große Hilfe und eine gute Begleiterin – ich versuche mich mit und in ihr einzurichten und Fragen nach Solidarität, Verantwortung und Freiheit in einem ganz neuen Licht zu sehen, im Sinne von Hans Jonas, der unter Verantwortung die als Pflicht anerkannte Sorge um den anderen verstanden hat.