Philosophische Lebenskunst

Die Philosophie hat im Laufe ihrer Geschichte viele Schulen und Denkrichtungen hervorgebracht, die alles andere als einheitliche Überzeugungen und Schwerpunkte vertreten – sondern Möglichkeiten und Perspektiven aufzeigen, wie wir selbst zu einer Überzeugung kommen können. Die philosophische Lebenskunst stellt die Frage nach dem „guten Leben“ und gehört damit in den Bereich der Ethik. Ihr geht es darum, eigene Handlungsleitlinien, Werte und mögliche Moralvorstellungen zu formulieren, ohne sie gleichzeitig festzuschreiben. „Was sollen wir tun?“ – mit dieser schlichten Frage hat der Philosoph Immanuel Kant eines der zentralen Anliegen der Philosophie beschrieben. Nicht allein das „Denken“, sondern das Denken als Grundlage des Handelns steht im Mittelpunkt einer philosophischen Praxis. Dazu gehören zwei zentrale Fähigkeiten: Das Hinterfragen von Selbstverständlichkeiten und das Differenzieren von Begriffen – immer im Kontext von zeitlichem Wandel und neuen Erkenntnissen. Sich in diesem Spannungsfeld bewegen und aufhalten zu können, ist das, was philosophische Lebenskunst ausmacht.

Themen zur Idee einer modernen Lebenskunst:

  • Die Kunst der Gelassenheit. Die Wiederentdeckung einer alten Tugend.
  • Ein Freund, ein guter Freund… : Von der Philosophie der Freundschaft.
  • Alles in bester Ordnung? Vom Umgang mit Chaos, Komplexität und Nichtwissen.
  • Meine Freiheit, Deine Freiheit. Über das Gleichgewicht von Freiheit und Verantwortung.

Mein aktueller Fokus:

Die Diskussion um das, was in der Welt im Guten wie im Bösen “bedeutsam” ist, was Menschen dazu bewegt, sich politisch zu engagieren oder auch nicht, für Europa auf Marktplätze zu ziehen oder direkt in unserer europäischen Nachbarschaft eine Autokratie zu wählen, Hass zu schüren und Fake News zu streuen, für Aktienkurse den Tod von Menschen in Kauf zu nehmen, all diese Fragen beschäftigen mich im Moment, die Frage wie dieses Nebeneinander von “Gut” und “Böse” philosophisch zu denken ist und ob Philosophie durch eine Form des “dialogischen” Miteinanders dazu beitragen kann, die Ursachen dafür besser zu verstehen, auch wenn dadurch die Konsequenzen nicht immer leichter zu ertragen sind.