Philosophische Lebenskunst

Die Philosophie hat im Laufe ihrer Geschichte viele Schulen und Denkrichtungen hervorgebracht, die alles andere als einheitliche Überzeugungen und Schwerpunkte vertreten – sondern Möglichkeiten und Perspektiven aufzeigen, wie wir selbst zu einer Überzeugung kommen können. Die philosophische Lebenskunst stellt die Frage nach dem „guten Leben“ und gehört damit in den Bereich der Ethik. Ihr geht es darum, eigene Handlungsleitlinien, Werte und mögliche Moralvorstellungen zu formulieren, ohne sie gleichzeitig festzuschreiben. „Was sollen wir tun?“ – mit dieser schlichten Frage hat der Philosoph Immanuel Kant eines der zentralen Anliegen der Philosophie beschrieben. Nicht allein das „Denken“, sondern das Denken als Grundlage des Handelns steht im Mittelpunkt einer philosophischen Praxis. Dazu gehören zwei zentrale Fähigkeiten: Das Hinterfragen von Selbstverständlichkeiten und das Differenzieren von Begriffen – immer im Kontext von zeitlichem Wandel und neuen Erkenntnissen. Sich in diesem Spannungsfeld bewegen und aufhalten zu können, ist das, was philosophische Lebenskunst ausmacht: dabei kann es um die Suche nach dem Sinn des Lebens gehen, die Suche nach dem richtigen Job und den Wunsch nach mehr Gelassenheit. Jede Frage ist ein möglicher Ausgangspunkt der Philosophie.

Projekte und Aktivitäten

Mitglied der Internationalen Gesellschaft für philosophische Praxis (IGPP) seit 2010

Zusammenarbeit mit der “brainery” in Hamburg seit 2012 in verschiedenen offenen Formaten – gerade auf dem Weg zu neuen Ideen.

Kolumnistin für das Ethik Netzwerk Hamburg mit regelmäßig erscheinenden “Gedankensprüngen” seit März 2021. Um weiterzulesen Klicken Sie bitte hier

Mein aktueller Fokus:

Die Veränderungen, die wir im Moment erleben, die Verunsicherungen und Sorgen, die damit einhergehen und gleichzeitig die Besinnung auf das, was wirklich wichtig und wesentlich ist, verschiebt gerade jeden anderen Fokus und zwingt, ins Offene zu denken, sich überraschen zu lassen und auszuhalten, was nicht planbar und doch anzunehmen ist. Darin ist das philosophische Denken eine große Hilfe und eine gute Begleiterin – ich versuche mich mit und in ihr einzurichten und Fragen nach Solidarität, Verantwortung und Freiheit in einem ganz neuen Licht zu sehen, im Sinne von Hans Jonas, der unter Verantwortung die als Pflicht anerkannte Sorge um den anderen verstanden hat.