Philosophische Lebenskunst

Die Philosophie hat im Laufe ihrer Geschichte viele Schulen und Denkrichtungen hervorgebracht, die alles andere als einheitliche Überzeugungen und Schwerpunkte vertreten – sondern Möglichkeiten und Perspektiven aufzeigen, wie wir selbst zu einer Überzeugung kommen können. Die philosophische Lebenskunst stellt die Frage nach dem „guten Leben“ und gehört damit in den Bereich der Ethik. Ihr geht es darum, eigene Handlungsleitlinien, Werte und mögliche Moralvorstellungen zu formulieren, ohne sie gleichzeitig festzuschreiben. „Was sollen wir tun?“ – mit dieser schlichten Frage hat der Philosoph Immanuel Kant eines der zentralen Anliegen der Philosophie beschrieben. Nicht allein das „Denken“, sondern das Denken als Grundlage des Handelns steht im Mittelpunkt einer philosophischen Praxis. Dazu gehören zwei zentrale Fähigkeiten: Das Hinterfragen von Selbstverständlichkeiten und das Differenzieren von Begriffen – immer im Kontext von zeitlichem Wandel und neuen Erkenntnissen. Sich in diesem Spannungsfeld bewegen und aufhalten zu können, ist das, was philosophische Lebenskunst ausmacht: dabei kann es um die Suche nach dem Sinn des Lebens gehen, die Suche nach dem richtigen Job und den Wunsch nach mehr Gelassenheit. Jede Frage ist ein möglicher Ausgangspunkt der Philosophie.

Projekte und Aktivitäten

Mitglied der Internationalen Gesellschaft für philosophische Praxis (IGPP) seit 2010

Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstadt Reinbek mit einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe “Philosophie im Dialog” seit 2010

Zusammenarbeit mit der “brainery” (ursprünglich modern life school) in Hamburg seit 2012 in vielen verschiedenen offenen Formaten und Veranstaltungsangeboten.

Zusammenarbeit mit dem Ethik Netzwerk Hamburg im Rahmen eines Weisheitstrainings und als freie Autorin zu aktuellen ethischen Fragestellungen

Mein aktueller Fokus:

Die Vorbereitung für mein Seminar an der Universität Rostock im September, in dem um Überlegungen geht, was philosophische Praxis ausmacht, wie sie gesellschaftlich relevanter werden kann und welche beruflichen Kontexte von einer solchen Praxis profitieren könnten.