Warum Philosophie?

Die Philosophie erfährt zurzeit eine besondere Form der Aufmerksamkeit – auf der Suche nach Sinn und dem, was das Leben ausmacht, wenden sich immer mehr Menschen philosophischen Gedanken zu. Was aber ist es, was die Philosophie ausmacht – was kann sie und was ganz sicher nicht? Kann wirklich jeder Mensch ein Philosoph sein und wenn ja, auf welche Weise? Die Philosophie ist viel weniger ein Bildungskanon, als eine bestimmte Art, zu denken bzw. die eigenen Gedanken zu hinterfragen. Philosophieren bedeutet, das Wagnis einzugehen, selbst zu denken, und sich darüber bewusst zu werden, wie wir das tun – eine kostbare Fähigkeit, von der schon Aristoteles sagte, dass wir sie ein Leben lang üben müssen – vielleicht die wichtigste Einsicht in einer Welt, die dazu einlädt, unsere geistigen Fähigkeiten allzu oft an technische Geräte oder selbsternannte Experten abzugeben.

Im Gespräch mit Spiegel Online ging es vor einiger Zeit um die Kunst der philosophischen Gelassenheit und die Rolle, die diese Tugend für unser Arbeitsleben spielt. Um weiterzulesen klicken Sie hier

Ausführlicher geht es um diese Gedanken in meinem neuesten Buch:
Das Ziel ist im Weg. Eine philosophische Suche nach dem Glück. Schauen Sie dazu auch unter dem Punkt “Publikationen”.

Mein aktueller Fokus:

Die Überlegung, wie wir mit diesem seltsamen Wort des “Narrativs” umgehen wollen – also der Tatsache, dass wir uns in unserem Leben nur durch unsere eigenen Geschichten orientieren können, es Erzählungen sind, die uns Werte und Kultur vermitteln und die dennoch darüber hinausgehen, willkürliche Erfindungen zu sein. Und immer wieder geht es darum, sich tastend aus der eigenen Unsicherheit herauszuarbeiten, um zur nächsten zu gelangen.